20.10.2022 – Quelle: Freunde Haupstadtzoos, Fotos: Monika aus Berlin
Zwillinge bei den Sumatra-Tiger im Tierpark Berlin
Am 1. September 2022 hat „Mayang“ zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Der Vater ist „Jae Jae“, der im Januar 2022 aus dem Parc des Félins (Frankreich) in den Tierpark Berlin gezogen ist.
Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) lebt nur in den Wäldern und Sümpfen auf der gleichnamigen indonesischen Insel Sumatra und ist damit die am südlichsten vorkommende noch lebende Unterart des Tigers.
Früher waren die Sumatra-Tiger über die ganze Insel verbreitet; heute leben diese beeindruckenden Raubkatzen lediglich noch in verstreuten Gebieten, die vorwiegend Schutzgebiete sind.
Vor 50 Jahren gab es auf der Insel Sumatra circa 1.000 Tiger. Nach aktuellen Bestandserhebungen leben zur Zeit des Entstehens dieses Artikels, also im Jahr 2021, noch etwa 400 Exemplare in der dortigen Wildnis. Er gehört damit zu den seltensten Unterarten des Tigers, weshalb ihn die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) in der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ einstuft.
Von 1998 bis 2002 wurden jährlich im Schnitt 51 Sumatra-Tiger gejagt. Früher wurden sie vorwiegend wegen ihres Fells getötet, das als Trophäe diente. Mittlerweile werden sie hauptsächlich wegen ihrer Bedeutung in der asiatischen Medizin, besonders in der chinesischen, verfolgt. Nahezu allen Körperteilen werden Wunderkräfte zugeschrieben, sodass das Wildern ein lukratives Geschäft darstellt. Nach aktuellen Schätzungen wird der jährliche Umsatz von Tigerprodukten auf über 25 Millionen US-Dollar geschätzt. Die Nachfrage von Arzneien aus Tigerteilen nimmt zwar gegenwärtig ab, wird jedoch auf kleinerem Niveau langfristig fortbestehen.
Um den Schutz der Sumatra-Tiger nachhaltig und effektiv sicherzustellen, unterstützt der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. die gemeinnützige Artenschutzorganisation WildCats Conservation Alliance.
Katzenbär-Nachwuchs auf Erkundungstour im Tierpark Berlin
Am 3. Juli entdeckten Tierpfleger erstmals, dass das Weibchen „Shine“ Zwillings-Nachwuchs hatte. Nun steht fest, dass eines der Jungtiere die ersten sensiblen Wochen gut überstanden hat und mittlerweile noch etwas schüchtern auf der Außenanlage am Kinderspielplatz im Tierpark zu sehen ist.
Rote Pandas haben eine Vielzahl von Namen, so werden sie auch Kleiner Panda, Katzenbär, Feuerfuchs, Goldhund oder auch Bärenkatze genannt. Sie leben in Nepal, Sikkim, im Norden von Bhutan und Indien, in Myanmar bis nach China und Tibet – in einer der artenreichsten Regionen der Welt.
Dort bewohnen sie die Hänge des Himalaya auf einer Höhe von 1.500 bis 4.000 Metern in Mischwäldern mit dichtem Unterholz aus Bambusdickicht; ihre Hauptnahrung ist nämlich der Bambus. Wichtigster Indikator für die Bedrohung des Roten Panda in den Wäldern des östlichen Himalaya ist die Zerstörung dieses Lebensraums.
Durch die wachsende Bevölkerung wird diese schädliche Entwicklung vorangetrieben. Die wenig nachhaltige Beweidung der Wälder mit Nutztieren, die Erweiterung der Landwirtschaft, die Nutzung der Bäume als Feuerholz, aber auch der Straßenbau engen das Habitat der Bären immer weiter ein. Zudem setzen ihnen wildernde Haushunde zu, ebenso ist die Wilderei auf den Roten Panda wieder auf dem Vormarsch.
Die weltweite Population des Roten Panda ist in den letzten 20 Jahren um 50 Prozent zurückgegangen, schätzungsweise leben nur noch 2.500 in freier Wildbahn. Daher hat die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) den Katzenbären auf der Roten Liste als stark gefährdet aufgeführt.
Um einen effektiven Schutz des Roten Panda sicherzustellen, ist es wichtig, dass ein Netzwerk von unterschiedlichen lokalen und internationalen Partnern aufgebaut wird. Dabei geht es um ein nachhaltiges System zum Schutz des Kleinen Panda, wie es das Red Panda Networkpraktiziert. Daher unterstützen wir als Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. diese Artenschutzorganisation.














Da kann man nur hoffen, dass beide stark bedrohte Arten
doch in der Natur überleben können. Anderenfalls werden
die Zoos zu Archen für solche Spezies – das wäre sehr
bedauerlich. Die kleinen Tiger sind natürlich niedlich.
Liebe Mervi und Monika!
Danke für die erfreulichen Nachrichten aus dem Tierpark. Die kleine Tigerchen sind niedlich.
Auch die kleine Pandas sind süß.
Hugs
Ludmila
Liebe Monika, liebe Mervi!
Danke für die “voll” niedlichen Bilder und die, leider nicht optimistisch stimmenden, umfassenden Infos zu beiden Tierarten.
Ich wünsche den süßen Tierkindern und ihren Müttern nur das Allerbeste!
Danke fürs Teilen!
Herzliche Grüße
Anke
Vielen Dank liebe Mervi und Monika.
Best wishes to all the animals in Tierpark Berlin.
A big thank you to all the organisations which help animals.
Liebe Monika,
vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht und die großartigen Fotos der Tiescher-Babies und Pandas. Siehste, jetzt haben sie doch heimlich ein Jungtier bekommen,nachdem ich dich erst kürzlich gefragt hatte.
Hoffen wir, dass die Schutzmaßnahmen ein wenig helfen, aber bei dem unausrottbaren Medizinwahn der Asiaten habe ich wenig Hoffnung.
Liebe Grüße nach Berlin
Britta-Gudrun